Freitag, 7. November 2008

Vormittagsspuk

wie sooft im leben tauchen wir ab..
rein in anonyme strassenschluchten..
merkst du wenn du dich verloren hast?
lichtflut, glassfassaden, glitzernder Chrom..
graue Mauern aus längst verblassten Tagen..
zeitloses Gefühl der Weite - ein Menschenstrom der Einöde

du streckst die Finger aus..
tastest um das Leben zu fühlen
unrythmisch, unperiodisch, gestresst
laufen die meisten ferngesteuert durch dich durch
du spürst deinen puls ansteigen, deine pupillen weiten sich
alle intervalle werden kürzer..

ein phantom der Welt..
gespenstig präzise, tag für tag
das heute ist schon bald wieder gestern
das woran sich keiner erinnert
das was sie alle verdrängen wollen

dein herz fängt an zu schlagen
deine ausgestrecketen Finger an zu zittern
die wärme kriecht in dir empor.. Fühlst
die OHNMACHT gegen diese Kälte und
Marsianer die um dich rumschleichen

spürst wie es aus dir ausbrechen will
dein Herz schlägt jetzt deutlicher als je zuvor
aggro, wut, blindheit, zerstörung, neue Helden
dein atem zitter und du

SCHREEEEEEIIIIIIISST

..was folgt ist Stille, ungläubige Blicke
alles friert ein für den Moment
nichts bewegt sich..
und da erblickst du es

das kurze lächeln eines Kindes
unbekümmert, ehrlich, pur und voller Fantasie..
sie streckt dir die Zunge raus und geht..
und du weist noch ist nichts verloren..
bleibe dir einfach treu

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